18.1.13: Zum Schiffbau in M-V: Maritime Kompetenz im Norden ausbauen!

Der Arbeitgeberverband Nordmetall hat Berichte über den Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern kommentiert, nach denen der Verband die Zukunftschancen der Branche skeptisch sehe. Nordmetall-Hauptgeschäftsführer Thomas Klischan stellt dazu klar: „Nordmetall sieht sehr wohl die Chancen innovativer Werften an der Ostseeküste. Der Strukturwandel vom Containerschiffbau zur Industrie für moderne maritime Technologien ist ja schon sichtbar, die neuen Produkte sind marktfähig und neue Arbeitsplätze entstehen auch.“ Wolgast habe einen neuen Investor, Stralsund arbeite wieder, Wismar und Warnemünde sind zentrale Zulieferer für die Energiewende. „Die maritime Kompetenz im Norden kann ausgebaut werden. Unsere Mitgliedsunternehmen im Spezialschiffbau und im Offshore-Bereich brauchen jedoch deutlich mehr Unterstützung aus der Politik und von den Finanzinstituten“, so Klischan.

Nordmetall unterstütze die norddeutschen Wirtschaftsminister in ihrer Kritik an der Bundesregierung: „Es ist richtig, dass der Bund bislang mit dem Rücken zur Küste sitze“, so Klischan. Bereits in seinem Jahresausblick hatte Nordmetall gefordert, die Blockaden beim Ausbau der Offshore-Windenergie zu lösen. „Bund und Länder sind in der Pflicht, die offenen Rechts- und Finanzierungsfragen so schnell wie möglich zu klären. Schon jetzt geht es in dieser hochmodernen Industrie um über 10.000 Arbeitsplätze“, hieß es in einer Nordmetall-Stellungnahme Ende Dezember 2012.

„Die Unternehmen und Belegschaften tun im Moment alles, um ihre Zukunftschancen zu ergreifen. Eine aktivere Industriepolitik für den Norden muss sie dabei aber unterstützen – zum Beispiel mit Bürgschaften, Innovationsförderung und im Zweifel arbeitsmarktpolitischen Instrumenten“, sagte Klischan.