11.11.14: Zum Geburtstag Gans und Gabriel

Sie zählt bundesweit zu den ersten Stiftungen von Arbeitgeberverbänden: Vor zehn Jahren wurde die Nordmetall-Stiftung mit einem Festakt im Hamburger Rathaus gegründet. Mit ihrem Kapital von 80 Millionen Euro gehört sie zu den zehn größten Stiftungen der Hansestadt, die sich ihrerseits Deutschlands Stiftungshauptstadt nennt. Die norddeutschen Metallarbeitgeber haben mit ihrer Stiftung in den vergangenen zehn Jahren 100 Projekte in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Kultur und Soziales gefördert. Teilweise hat die Nordmetall-Stiftung auch selber Projekte ins Leben gerufen. Dazu gehört die „Miniphänomenta“, mit der naturwissenschaftliche Experimentierstationen für Grundschulen entstehen. Sie wurde mittlerweile auch nach Lettland und sogar nach Thailand exportiert. Bundesweit war die „Miniphänomenta“ bisher an über 1.300 Grundschulen, 100.000 Schüler haben sich daran beteiligt, über 3.500 Lehrer wurden zu dem Projekt fortgebildet.


Der Verband Nordmetall feiert das Jubiläum seiner Stiftung heute Abend im Rahmen seines traditionellen Martinsgansessens im Congress Center Hamburg, zu dem 600 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erwartet werden. Festredner ist Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Nordmetall-Präsident Lambusch möchte ihm darstellen, dass das Engagement der Stiftung nur möglich war, „weil unsere Mitgliedsunternehmen das Geld vorher verdient haben.“ Der Appell an den Wirtschaftsminister werde lauten: „Helfen Sie dabei, die Leistungsfähigkeit der Metall- und Elektroindustrie als Herz der Wirtschaft zu erhalten. Dann können wir auch gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen.“


Zu den aufsehenerregendsten Förderprojekten der Stiftung zählte beispielsweise die Kunstinstallation „Horizon Field Hamburg“ mit einer freischwingenden, begehbaren Stahlkonstruktion in den Deichtorhallen, die 2012 120.000 Besucher anlockte, die dank der Nordmetall-Stiftung alle freien Eintritt hatten. Ähnliche Großprojekte waren die Picasso-Ausstellung „Sylvette, Sylvette, Sylvette“ in Bremen oder seit Jahren die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.


Ebenso unterstützt die Nordmetall-Stiftung das Projekt „Q8“, mit dem „Geschichte geschrieben wird“, so der Duisburger Sozialwissenschaftler Professor Wolfgang Hinte. Q8 packt den demografischen Wandel an und erprobt an verschiedenen Orten in Norddeutschland eine radikale Veränderung im Bereich der sozialen und pflegerischen Versorgung – für mehr gesellschaftliches Miteinander und einen besseren Einsatz der vorhandenen finanziellen Mittel.