29.9.15: Zukunftsperspektiven der maritimen Wirtschaft

Der vierte Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung und die Zukunftsperspektiven der maritimen Wirtschaft in Deutschland beschreibt die aktuelle Lage sowie Fördermaßnahmen und politische Schwerpunkte in den Bereichen Seeschifffahrt, maritime Industrie, Offshore-Windenergie und Meeresforschung.

Die wirtschaftliche Lage der deutschen Werften hat sich in den vergangenen beiden Jahren verbessert. Die Umsätze der Werften lagen in 2014 bei 6,4 Mrd. € (2013: 5 Mrd. €). Die Zahl der Beschäftigten stieg in 2014 um 6 Prozent auf 17.854 (2013: 16.729). Die Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie konnte, trotz der Werftenkrise in China, ihren Umsatz leicht steigern und damit ihre Spitzenposition im Export weiter ausbauen.

Im 1. Halbjahr 2015 gingen 422 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1.765 Megawatt (MW) neu ans Netz; zum 30. Juni 2015 speisten insgesamt 668 Offshore-Anlagen mit einer Leistung von 2.778 MW Strom ein. Damit können rund drei Millionen Haushalte in Deutschland mit Strom versorgt werden. Aufgrund der Baufortschritte ist bis Ende 2015 mit einer Gesamtleistung von bis zu 3.300 MW zu rechnen.

Das BMWi-Programm "Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze" wurde verlängert. Es unterstützt die Markteinführung von Innovationen. Künftig ist zudem der Bau kleiner Schiffe und beweglicher Offshore-Strukturen förderfähig. Besondere Bedeutung hat auch das Forschungs- und Entwicklungsprogramm "Maritime Technologien für die nächste Generation".

Der Bericht unterstreicht die zentrale Rolle des Nationalen Masterplans Maritime Technologien, der von der Bundesregierung zu einem strategischen Instrument für die gesamte maritime Industrie fortentwickelt wird und künftig auch zentrale Zukunftsthemen der Branche wie "Green Shipping" und "Industrie 4.0" umfasst. Ein Kernbereich des Nationalen Masterplans Maritime Technologien ist die Offshore-Windenergie.

Der 59-seitige Bericht kann unten als PDF-Dokument heruntergeladen werden.