7.5.13: Warnstreiks: "Ein freier Tag auf der Reeperbahn"

Die Nordmetall-Arbeitgeber bezeichnen den heutigen Warnstreik der IG Metall in Hamburg als unverhältnismäßig: „Für eine zweistündige Veranstaltung in Hamburg ruft die Gewerkschaft einen Warnstreik von 0 bis 24 Uhr aus. Die IG Metall versucht hier, den Streikenden einen zusätzlichen freien Tag zu verschaffen“, sagte Nordmetall-Verhandlungsführer Thomas Lambusch.

„Während die Unternehmen mit Mühe versuchen, ihre Auftragsbücher zu füllen, um die Jobs im Norden zu sichern, lockt die Gewerkschaft ihre Mitglieder auf die Reeperbahn“, kritisierten die Arbeitgeber mit Blick auf die heutige Kundgebung der IG Metall auf dem Hamburger Spielbudenplatz.

„Seit einem Dreivierteljahr kommt die Konjunktur nicht in Fahrt. Deshalb muss die Gewerkschaft jetzt endlich von ihrer Forderung herunter“, so Lambusch. Eine Erhöhung des aktuellen Arbeitgeberangebots von 2,3 Prozent für 13 Monate komme nur in Verbindung mit einer längeren Laufzeit des Tarifabschlusses in Frage.

Besonders ärgere ihn, dass schon jetzt für den 14. Mai ein weiterer Aktionstag vorbereitet wird: „Das ist völlig überflüssig, weil für den 13. Mai die nächste Tarifverhandlung angesetzt war“, so Lambusch. Man habe sich nun mit der IG Metall auf ein Spitzengespräch in kleinerer Runde geeinigt. Dieses soll am kommenden Montag in der Nordmetall-Hauptgeschäftsstelle in Hamburg stattfinden.

Nordmetall rät seinen Mitgliedsunternehmen weiterhin, die durch Streikaktionen ausfallenden Arbeitszeiten nicht zu bezahlen.