24.2.15: "Unternehmerische Freiheit bleibt gewahrt"

Die Metall-Arbeitgeber in Baden-Württemberg haben vergangene Nacht einen Tarifabschluss mit der IG Metall erzielt, der größtenteils zur übernahme in allen übrigen Tarifgebieten empfohlen wird. Dies gilt für die Entgelterhöhung von 3,4 Prozent und die Anpassung der Altersteilzeit. Bei der Weiterbildung wird es regionale Unterschiede nach dem Muster geben, das heute in NRW beschlossen werden soll.

Der Verhandlungsführer der Metall-Arbeitgeber im Norden, Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch, hat die Verhandlung im Südwesten begleitet und kommentiert den Pilotabschluss wie folgt:

„Wir warten heute die Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen ab. Ich gehe davon aus, dass dann das Gerüst für unsere Schlussrunde mit der IG Metall Küste am Donnerstag steht.
Mit dem, was jetzt auf dem Tisch liegt, lautet die Nachricht an die Mitgliedsunternehmen: Die unternehmerische Freiheit bleibt gewahrt. Auch künftig kann Weiterbildung ohne Ansprüche auf Zuschüsse, ohne individuelle Ansprüche auf persönliche Weiterbildung und ohne erweiterte Mitbestimmung des Betriebsrates organisiert werden.

Bei der Altersteilzeit gibt es – anders als von der IG Metall gewünscht – keine Ausweitung und damit keine Kostensteigerung. Damit haben wir unsere Kernziele durchgesetzt. Gleichzeitig haben wir einen Arbeitskampf abgewehrt, der nach fast flächendeckenden Warnstreiks immer wahrscheinlicher wurde.
Beides hatte seinen Preis. Das Lohnplus von 3,4 Prozent ist eine bittere Pille und nur mit Blick auf die bereits geplante Urabstimmung zu rechtfertigen. Man kann nur hoffen, dass die zuletzt wieder besseren Konjunkturprognosen der Bundesregierung, mehrerer Wirtschaftsforscher und anderer Verbände wirklich eintreten.“

Die Verhandlung über einen Tarifabschluss für den Norden finden am Donnerstag, 26. Februar, im Hamburger Hotel Atlantic statt.