13.5.13: "Trillerpfeifen bringen Konjunktur nicht auf Touren"

Der Arbeitgeberverband Nordmetall und die IG Metall Küste haben sich heute zu einem Spitzengespräch in Hamburg getroffen, um sich über den weiteren Verlauf der Tarifrunde auszutauschen. Dabei gab es keine Annäherung in der Entgeltfrage, aber einen konstruktiven Austausch über gemeinsame Ausbildungsprojekte für förderbedürftige Jugendliche.

„Wir müssen leider feststellen, dass die IG Metall erst einmal an ihrem Warnstreik-Fahrplan festhält“, sagte Nordmetall-Verhandlungsführer Thomas Lambusch. Er kritisierte, dass die IG Metall schon zwei Wochen vor dem heutigen Gesprächstermin angefangen habe, einen weiteren Aktionstag (morgen, 14.5.) zu organisieren. „Das zeigt, dass die IG Metall am Verhandlungstisch nicht ernsthaft bei der Sache ist“, so Lambusch. Deshalb habe man heute auch nicht in großer Runde verhandeln wollen, sondern zum Gespräch im kleinen Kreis in die Nordmetall-Hauptgeschäftsstelle eingeladen.

„Wir haben an die IG Metall appelliert, ihren Mitgliedern nicht länger Hoffnungen auf einen Abschluss zu machen, der nicht zur wirtschaftlichen Lage passt. Die Gewerkschaft hält jedoch an ihrem Demo-Drehbuch fest“, sagte Lambusch: „Aber auch Trillerpfeifen werden die schwächelnde Konjunktur nicht auf Touren bringen.“

„Wir werden nun die weiteren Verhandlungen in Baden-Württemberg und Bayern abwarten“, so Lambusch. Einen weiteren Termin haben Nordmetall und IG Metall Küste zunächst nicht vereinbart.