2.10.14: Steuer-Bremse: Wenn nicht jetzt, wann dann? Nordmetall zur kalten Progression

Der Arbeitgeberverband Nordmetall fordert einen Abbau der Steuernachteile für Arbeitnehmer durch die sogenannte „kalte Progression“. Dabei führen selbst Lohnerhöhungen, die nur die Inflation ausgleichen, zu einer höheren Steuerlast, so dass netto sogar weniger übrig bleibt als vorher. „Es ist ungerecht, dass der Staat den Beschäftigten einen Anteil vom Lohn vorenthält“, so Nordmetall-Hauptgeschäftsführer Nico Fickinger. Das Lohnplus müsse 1:1 bei den Mitarbeitern ankommen, um auf diese Weise mehr Netto vom Brutto zu ermöglichen.

Nordmetall unterstützt damit den gemeinsamen Vorstoß des Mittelstands- und Arbeitnehmerflügels der CDU für eine „Steuerbremse“. Danach soll es künftig eine automatische jährliche Anpassung des Einkommensteuertarifes an die Inflation geben, um den Effekt der kalten Progression zu vermeiden. Einen entsprechenden Antrag wollen die beiden CDU-Gruppierungen auf dem Bundesparteitag am 9. und 10. Dezember in Köln stellen.

Dass auch die Gewerkschafter im Arbeitnehmerflügel der CDU den Vorstoß tragen und keine Gegenfinanzierung über Steuererhöhungen an anderer Stelle fordern, stimme zuversichtlich, heißt es bei Nordmetall. „Wir wollen hier eine breite Koalition der Sozialpartner hinbekommen“, so Fickinger.

„Es ist nicht nur überfällig, die Arbeitnehmer steuerlich zu entlasten, sondern die Rahmenbedingungen sind auch günstiger denn je: Die Inflation ist niedrig, die Steuereinnahmen liegen auf Rekordhöhe“, so Fickinger. Die kalte Progression müsse weg – „wenn nicht jetzt, wann dann?“