9.10.14: Nordmetall zum Scheitern des G9-Volksbegehrens in Hamburg

Der Arbeitgeberverband Nordmetall begrüßt das Scheitern des Volksbegehrens für eine Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren. „Jetzt gilt es, G8 besser zu machen“, so Peter Golinski, Nordmetall-Geschäftsführer für Bildung und Arbeitsmarkt.

Mit einem Zurück zu G9 hätte sowohl für Hamburger Gymnasien als auch für Stadtteilschulen eine Katastrophe gedroht: „Der Schulalltag wäre durch eine neue Reform weiter ausgebremst worden, noch mehr Schüler hätten den Weg auf das Gymnasium gewählt, die Stadtteilschulen wären unbeliebte Restschulen und das Gymnasium die neue Einheitsschule geworden“, so Golinski.

Mit dem Scheitern des Volksbegehrens seien aber noch längst nicht alle Herausforderungen gemeistert: „Die Hamburger Schulen haben trotz steter Verbesserungen noch genügend Baustellen – den Abbau des Unterrichtsausfalls, die Verbesserung der Ausbildungs- und Studienreife der Abgänger, praxisorientierte Lehrerausbildung und so weiter“, so Golinski.

Entscheidend auf dem Weg zum Abitur seien nicht die Jahre, sondern die Qualität des Unterrichts und dafür die Qualifikation der Lehrer. Der Arbeitgeberverband Nordmetall engagiere sich auf diesem Feld mit einer ganzen Reihe von Projekten. Eine übersicht findet sich auf dem Bildungsportal des Verbands www.wir-bilden-den-norden.de.