7.4.13: Nordmetall fordert Bekenntnis zur Offshore-Windkraft

Mit Blick auf die ab Montag, 8.4., in Kiel stattfindende 8. Nationale Maritime Konferenz verlangt der Arbeitgeberverband Nordmetall von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur Offshore-Windkraft: „Man kann nicht nach einem Störfall am anderen Ende der Welt die Atomkraft abschalten, dann aber vor der eigenen Haustür nicht konsequent für die Nachfolgetechnik sorgen“, so Nordmetall-Hauptgeschäftsführer Thomas Klischan.

Es sei bedauerlich, dass die Politik die selbst eingeleitete Energiewende im Zuge des Bundestagswahlkampfs zum Streitthema mache: „Energiepolitik muss auf Jahrzehnte angelegt sein, da darf man sich nicht im Kleinklein der Wahlkämpferei verlieren“, so Klischan. Außerdem sei Energiepolitik auch Industriepolitik und damit ebenso Arbeitsmarktpolitik: „Deutschland hat eine Riesenchance, mit Erneuerbaren Energien Zehntausende von Arbeitsplätzen zu schaffen. Im übrigen haben Unternehmen des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und des Schiffbaus schon immense Investitionen getätigt und modernste Spitzentechnologie entwickelt.“ Diese Vorleistungen dürfe die Politik nicht gefährden. „Grundsatzdiskussionen über die Offshore-Windkraft zum jetzigen Zeitpunkt riskieren fahrlässig Arbeitsplätze und ganze Unternehmen“, warnt Klischan.

Die Energiewende brauche jetzt und nicht erst nach der Wahl im September einen Masterplan, in der der Ausbau in Nord- und Ostsee, die Projektierung der Landanschlüsse und neuer Stromtrassen sowie die Finanzierung der Infrastruktur geregelt würden, so Nordmetall. Der Verband unterstütze mit seinen Forderungen ausdrücklich die Argumentationen anderer Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften, die die Interessen der maritimen Industrie auf der Konferenz in Kiel vertreten.