10.3.13: NORDMETALL CUP: Oldenburger sind Landesmeister Niedersachsen

Es waren spannende fünf Stunden – und um 15 Uhr stand es fest: Der Titel des Nordmetall-Cup-Siegers geht in diesem Jahr zweimal nach Oldenburg +++ In der Leuphana-Universität in Lüneburg wurden heute die Landesmeisterschaften im „Nordmetall Cup Formel 1 in der Schule“ ausgetragen. Das Team „EFFICIEN-C-FORCE“ vom Gymnasium Eversten in Oldenburg fuhr auf Platz 1 bei den über 15-jährigen und hatte mit 1,155 Sekunden auf der 20-Meter-Rennbahn auch das schnellste Auto. Das Team „GEO-aner“ vom selben Gymnasium gewann bei den „Junioren“ (11 bis 15 Jahre). Der Wettbewerb der Nordmetall-Stiftung bringt seit fünf Jahren die Formel 1 als Technik- und Wirtschaftsprojekt in die Schule. Er ist Teil einer weltweiten Meisterschaft, für die Schüler einen etwa turnschuhgroßen Formel-1-Flitzer am Bildschirm konstruieren, computergesteuert aus einem Holzblock fräsen und dann im Wettkampf auf die Rennstrecke schicken. Es gewinnt aber nicht einfach der schnellste Wagen, sondern die beste Gesamtleistung.

In Niedersachsen haben es dieses Jahr sieben Schülerteams bis ins Finale geschafft. Die beiden Landesmeister haben mit ihrem Sieg auch das Ticket zur Deutschen Meisterschaft gezogen, deren Austragungsort und –zeitpunkt im Laufe des Frühjahrs festgelegt werden.

Platz 2 bei den ü15-Teams errang das „Luise Racing Team“ von der Haupt- und Realschule am Luisenhof in Nordenham, das auch den Sonderpreis der Jury für die beste Präsentation des Projekts erhielt.

Bei den Junioren ging Silber an das Team „Wood Racer“ vom Gymnasium Papenburg (außerdem ausgezeichnet mit dem Sonderpreis für das beste Portfolio) und Bronze an die „Black Nitros“ vom Gymnasium Oedeme in Lüneburg, die auch den Konstruktionspreis mit nach Hause nehmen konnten.

Den Sonderpreis für die beste Teambox vergab die Jury an das Team „Dark Chance“ (ebenfalls Gymnasium Oedeme).

Die Nordmetall-Stiftung, gegründet vom gleichnamigen Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie, will mit dem Wettbewerb mehr Schülerinnen und Schüler im Norden für Industrieberufe interessieren: „Beim Nordmetall-Cup werden die Jugendlichen zu Konstrukteuren, Produktionsingenieuren, Grafikdesignern oder Projektleitern. Dabei lernen sie eine Menge über moderne Technologien und über die Arbeitswelt“, so Peter Golinski, Bereichsleiter Bildung und Wissenschaft bei der Nordmetall-Stiftung.

Seit Herbst 2012 haben sich Schüler zwischen 11 und 18 Jahren aus ganz Norddeutschland auf ihr jeweiliges Landesfinale vorbereitet. Mit einer Gaspatrone im Heck schaffen die Flitzer auf einer speziellen Rennbahn bis zu 80 km/h. Neben der Schnelligkeit entschieden auch das Marketingkonzept und die Präsentation vor einer Fachjury über Sieg oder Niederlage.

Die Sieger in Hamburg und Schleswig-Holstein stehen schon fest. Bis Ende März finden noch Meisterschaften in Mecklenburg-Vorpommern und weiteren Bundesländern statt. Die Landesmeister fahren dann nicht nur zur Deutschen Meisterschaft, sondern bei Erfolg vielleicht sogar noch zur Weltmeisterschaft im November in Texas. 2011 wurde ein Team aus dem Norden in Singapur Vize-Weltmeister.