6.5.13: NORDMETALL CUP: Neumünster gewinnt Landesmeisterschaft Schleswig-Holstein

Es waren spannende acht Stunden – und um 17 Uhr stand es fest: Der Titel des Nordmetall-Cup-Siegers geht in diesem Jahr zweimal nach Neumünster. In der Nordakademie Elmshorn wurden heute die Landesmeisterschaften der „Formel 1 in der Schule“ ausgetragen. Das Team „Codename: Raptor“ von der Klaus-Groth-Schule in Neumünster fuhr auf Platz 1 bei den über 15-jährigen. Das Team „Burnout“ von der Alexander-von-Humboldt-Schule, ebenfalls Neumünster, gewann bei den „Junioren“ (11 bis 15 Jahre). Der Wettbewerb der Nordmetall-Stiftung bringt seit fünf Jahren den Rennsport als Technik- und Wirtschaftsprojekt in die Schule. Der Nordmetall-Cup ist Teil einer weltweiten Meisterschaft, für die Schüler einen etwa turnschuhgroßen Formel-1-Flitzer am Bildschirm konstruieren, computergesteuert aus einem Holzblock fräsen und dann im Wettkampf auf die Rennstrecke schicken. Es gewinnt aber nicht einfach der schnellste Wagen, sondern die beste Gesamtleistung.

Im nördlichsten Bundesland haben es dieses Jahr 12 Schülerteams bis ins Finale geschafft. Das Team der Klaus-Groth-Schule erhielt auch einen Sonderpreis für die beste Konstruktion und präsentierte das schnellste Fahrzeug (1,126 Sekunden auf der 20-Meter-Rennstrecke). Das Team der Alexander-von-Humboldt-Schule bekam einen Sonderpreis für die beste Präsentation und die beste Teambox in der Boxengasse. Die beiden Landesmeister aus Neumünster haben mit ihrem Sieg auch das Ticket zur Deutschen Meisterschaft gezogen, deren Austragungsort und –zeitpunkt im Laufe des Frühjahrs festgelegt werden.

Platz 2 bei den ü15-Teams errang „The Peregrine-Project“ (Alexander-von-Humboldt-Schule Neumünster), den dritten Platz erreichte „LPS Racer“ (Leibniz Privatschule Elmshorn). Bei den Junioren ging Silber an „The lightning speeds“ und Bronze an „spaceracer“ (beide Alexander-von-Humboldt-Schule Neumünster).

Die Nordmetall-Stiftung, gegründet vom gleichnamigen Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie, will mit dem Wettbewerb mehr Schülerinnen und Schüler im Norden für Industrieberufe interessieren: „Beim Nordmetall-Cup werden die Jugendlichen zu Konstrukteuren, Produktionsingenieuren, Grafikdesignern oder Projektleitern. Dabei lernen sie eine Menge über moderne Technologien und über die Arbeitswelt“, so Peter Golinski, Bereichsleiter Bildung und Wissenschaft bei der Nordmetall-Stiftung. Er freute sich, dass in diesem Jahr mehr Teams denn je in Schleswig-Holstein mitgemacht haben.

Seit Herbst 2012 haben sich Schüler zwischen 11 und 18 Jahren aus ganz Norddeutschland auf ihr jeweiliges Landesfinale vorbereitet. Mit einer Gaspatrone im Heck schaffen die Flitzer auf einer speziellen Rennbahn bis zu 80 km/h. Neben der Schnelligkeit entschieden auch das Marketingkonzept und die Präsentation vor einer Fachjury über Sieg oder Niederlage.

Bis Ende März finden noch Meisterschaften in Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und weiteren Bundesländern statt. Die Landesmeister fahren dann nicht nur zur Deutschen Meisterschaft, sondern bei Erfolg vielleicht sogar noch zur Weltmeisterschaft im November in Texas. 2011 wurde ein Team aus dem Norden in Singapur Vize-Weltmeister.