6.5.13: NORDMETALL CUP: Bramfelder gewinnen Landesmeisterschaft Hamburg

Es waren spannende zehn Stunden – und um 18 Uhr stand es fest: Der Titel des Nordmetall-Cup-Siegers geht in diesem Jahr zweimal ans Gymnasium Grootmoor: In den Messehallen Schnelsen wurden gestern die Landesmeisterschaften der „Formel 1 in der Schule“ ausgetragen. Das Team „Revival Plus“ vom Gymnasium Grootmoor in Bramfeld fuhr auf Platz 1 bei den über 15-jährigen und hatte mit 1,119 Sekunden auf der 20-Meter-Rennbahn auch das schnellste Auto. Das Team „Madame Vitesse“ (ebenfalls Gymnasium Grootmoor) gewann bei den „Junioren“ (11 bis 15 Jahre). Der Wettbewerb der Nordmetall-Stiftung bringt seit fünf Jahren den Rennsport als Technik- und Wirtschaftsprojekt in die Schule. Der Nordmetall-Cup ist Teil einer weltweiten Meisterschaft, für die Schüler einen etwa turnschuhgroßen Formel-1-Flitzer am Bildschirm konstruieren, computergesteuert aus einem Holzblock fräsen und dann im Wettkampf auf die Rennstrecke schicken. Es gewinnt aber nicht einfach der schnellste Wagen, sondern die beste Gesamtleistung.

In der Hansestadt haben es in diesem Jahr 30 Schülerteams bis ins Finale geschafft. Platz 2 bei den ü15-Teams errang „mcgas“ vom Matthias-Claudius-Gymnasium in Wandsbek. Den dritten Platz erreichte das Team „Formula Acceleration“ (Gymnasium Grootmoor), das auch die Sonderpreise für die beste mündliche Präsentation und das beste Portfolio erhielt. Bei den Junioren ging Silber an das Team „GT“ vom Gymnasium Rissen und Bronze an die „Speeders“ vom Gymnasium Finkenwerder. Sie erhielten auch den Sonderpreis der Jury „für besondere Leistung in jungen Jahren“ – das Team ist nämlich erst in der 6. Klasse.

Die beiden Landesmeister aus Hamburg sowie der Zweitplatzierte im ü15-Wettbewerb haben mit ihrem Sieg auch das Ticket zur Deutschen Meisterschaft gezogen, deren Austragungsort und –zeitpunkt im Laufe des Frühjahrs festgelegt werden. Den Sonderpreis für die beste Konstruktion verteilte die Jury an das Team „Vero Dynamics“ (Gymnasium Grootmoor), den für den besten Teamstand an „Aerodynamics“ vom Heinrich-Heine-Gymnasium in Poppenbüttel.

Die Nordmetall-Stiftung, gegründet vom gleichnamigen Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie, will mit dem Wettbewerb mehr Schülerinnen und Schüler im Norden für Industrieberufe interessieren: „Beim Nordmetall-Cup werden die Jugendlichen zu Konstrukteuren, Produktionsingenieuren, Grafikdesignern oder Projektleitern. Dabei lernen sie eine Menge über moderne Technologien und über die Arbeitswelt“, so Peter Golinski, Bereichsleiter Bildung und Wissenschaft bei der Nordmetall-Stiftung.

Seit Herbst 2012 haben sich Schüler zwischen 11 und 18 Jahren aus ganz Norddeutschland auf ihr jeweiliges Landesfinale vorbereitet. Mit einer Gaspatrone im Heck schaffen die Flitzer auf einer speziellen Rennbahn bis zu 80 km/h. Neben der Schnelligkeit entschieden auch das Marketingkonzept und die Präsentation vor einer Fachjury über Sieg oder Niederlage. Bis Ende März finden noch Meisterschaften in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und weiteren Bundesländern statt. Schleswig-Holstein hat seine Sieger bereits am 2.2. ermittelt. Die Landesmeister fahren dann nicht nur zur Deutschen Meisterschaft, sondern bei Erfolg vielleicht sogar noch zur Weltmeisterschaft im November in Texas. 2011 wurde ein Team aus dem Norden in Singapur Vize-Weltmeister.