29.-30.9.16: Erfolgreiches Nordmetall-Bildungsforum und Ausbildungsleiterkonferenz

Ende September fand das 4. Nordmetall-Bildungsforum gemeinsam mit der Ausbildungsleiterkonferenz von Nordmetall und AGV Nord zu „Ausbildung 4.0 – Zukunftsmusik oder Gegenwartsklaviatur?“ statt.

Knapp 90 Gäste aus Mitgliedsunternehmen, Ministerien und weiteren Institutionen tauschten sich am ersten Tag zum Thema „Ausbildung 4.0 – Zukunftsmusik oder Gegenwartsklaviatur?“ aus. In sechs Fachvorträgen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung fanden sowohl Theorie als auch Praxis Beachtung und wurden miteinander verknüpft.

Nach eröffnenden Worten von Dr. Nico Fickinger, Hauptgeschäftsführer Nordmetall und AGV Nord referierte Dirk Werner vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln eine einführende Theorieeinheit zu Digitalisierung und Industrie 4.0 als Megatrend, bei dem die Bedeutung von Kompetenzen und Qualifikationen der Mitarbeitenden zunimmt.
Im Anschluss stellte Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Spöttl, Universität Bremen, die Ergebnisse der Studie „Industrie 4.0 – Auswirkungen auf Aus- und Weiterbildung in der M+E Industrie“ vor, die er für unsere bayerischen Arbeitgeber-Kollegen erstellt hat.

Diese Ergebnisse sind eine der Grundlagen für das Handeln der Sozialpartner auf Bundesebene sowie aller Institutionen, die an der beruflichen Aus- und Weiterbildung beteiligt sind. Unter Mitwirkung unseres Dachverbands Gesamtmetall wurde auf Bundesebene ein agiles Verfahren initiiert, bei dem es darum geht, alle relevanten Berufe und Fortbildungen in der M+E-Industrie auf ihre Anforderungen bezüglich „Industrie 4.0“ hin zu untersuchen. Einblicke gab Sven-Uwe Räß, Gesamtmetall.

In der dualen Ausbildung müssen die Anforderungen der „Industrie 4.0“ natürlich nicht nur von der betrieblichen und praktischen Seite aufgegriffen, sondern auch von den Berufsschulen umgesetzt werden. Nur so kann es gelingen, Jugendliche zukunftsgerichtet zu qualifizieren. Reinhard Damm vom Hamburger Institut für berufliche Bildung illustrierte exemplarisch am Beispiel von Hamburg wesentliche Handlungsfelder auf Seiten der Berufsschulen, zu denen u.a. eine adäquate Ausstattung, aber auch die Qualifizierung des Lehrpersonals und eine Veränderung der Bildungsmedien gehört.

Wir alle wissen: Digitalisierung ist der zentrale Treiber für unternehmerisches Wachstum und Wertschöpfung. Wenn Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern und ausbauen wollen, müssen sie für die Herausforderungen der Digitalisierung gerüstet sein. Wie das in der Praxis z.B. bei Gabelstaplern und Flugzeugen funktionieren kann, erläuterten die beiden Ausbildungsleiter Sten-Arne Saß von STILL und Jan Balcke von Airbus.

Allen Teilnehmenden gehen die Präsentationen in Kürze zu. Für Rückfragen wenden Sie sich gern an Frau Joyce Müller-Harms, mueller-harms@nordmetall.de, Tel. 040/63784201.

Am Abend des 29. September wurde der öffentliche Part geschlossen. Anschließend ging es für die Unternehmensvertreter von Nordmetall und AGV Nord mit einem kulinarisch-kulturellen Abendprogramm zum Netzwerken weiter.

Der zweite Tag der Ausbildungsleiterkonferenz, zu der alle vier regionalen Netzwerke Ausbildung in der M+E-Industrie im Norden eingeladen waren, war ebenso inhaltsgeladen wie der erste: In drei verschiedenen Foren zu den Themen „Ausbildung 4.0 – Vertiefung und Synergien“, „Einstellungstests“ sowie „Lernmotivation“ wurden Wissen gesammelt, Erfahrungen getauscht und Verknüpfungen hergestellt.