7.1.15: Metall-Azubis verdienen 20 Prozent mehr als viele andere

Auszubildende in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie verdienten auch 2014 wieder deutlich besser als in vielen anderen Branchen. Laut Arbeitgeberverband Nordmetall erhielten Metall-Azubis über die ersten drei Lehrjahre betrachtet 953 Euro im Monat. Das sind 20 Prozent mehr als die durchschnittliche Azubi-Vergütung in Deutschland – sie lag laut der aktuellen Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung bei 795 Euro.

In Betrieben, die den Nordmetall-Tarifvertrag anwenden, bekommen die Nachwuchskräfte schon im ersten Lehrjahr 926 Euro brutto monatlich. Die Vergütung steigt dann auf 981 Euro im dritten Lehrjahr und sogar 1.008 Euro im letzten Jahr bei vierjährigen Ausbildungen. Bei den Azubis in Mecklenburg-Vorpommern ist der Unterschied zu den anderen Branchen sogar noch größer, denn in den ostdeutschen Bundesländern verdienen die Azubis in anderen Branchen nur durchschnittlich 737 Euro im Monat.

Auch in qualitativer Hinsicht erfolgt die M+E-Ausbildung auf einem hohen Niveau. Dies wird sogar vom Deutschen Gewerkschaftsbund bestätigt. In der Qualitätsrangliste des aktuellen DGB-Ausbildungsreports, die auf der Basis von Azubi-Bewertungen zusammengestellt wird, belegen die M+E-Berufe Industriemechaniker, Industriekaufmann Mechatroniker und Fachinformatiker gleich vier der fünf besten Plätze.

über 60 Prozent der Nordmetall-Mitgliedsbetriebe Betriebe bilden aus. 90 Prozent der norddeutschen Metallbeschäftigten arbeiten in Ausbildungsbetrieben. „Die Ausbildungsquote unserer Mitgliedsunternehmen liegt seit vielen Jahren stabil bei rund fünf Prozent“, so Peter Golinski, Geschäftsführer Bildung und Arbeitsmarkt bei Nordmetall. Viele Verbandsmitglieder würden sogar über den Eigenbedarf hinaus ausbilden.