26.12.12: Jahresausblick: NORDMETALL erwartet stabile Entwicklung in 2013

Nach Ansicht des Arbeitgeberverbandes Nordmetall deutet nichts auf einen Abschwung im nächsten Jahr hin. „Auch ein halbes Prozent Wachstum ist immer noch Wachstum“, sagte Nordmetall-Hauptgeschäftsführer Thomas Klischan mit Blick auf die Prognosen für das nächste Jahr. Man dürfe nicht vergessen, dass sich die deutsche Wirtschaft auf hohem Niveau befände. Dieses stabil zu halten, sei schon eine Riesenleistung im Vergleich zu fast allen anderen westlichen Volkswirtschaften.

Die letzte Konjunkturumfrage des Verbandes habe ergeben, dass die positiv gestimmten Unternehmen immer noch in der Mehrzahl sind. Bei Auftragseingängen und Kapazitätsauslastung deuteten sich jedoch erste Abschwächungen an. „Das riecht noch nicht nach Rezession“, so Klischan. Er gehe eher davon aus, dass die Konjunkturkurven 2013 eine Seitwärtsbewegung machen. Voraussetzung dafür seien keine zusätzlichen Belastungen, wie Steuererhöhungspläne, die den Mittelstand treffen, und wettbewerbsfeindliche Energiekosten. Auch die Blockaden beim Ausbau der Offshore-Windenergie müssten gelöst werden. „Bund und Länder sind in der Pflicht, die offenen Rechts- und Finanzierungsfragen so schnell wie möglich zu lösen“, so Klischan. Schon jetzt ginge es in dieser hochmodernen Industrie um über 10.000 Arbeitsplätze.

Mit Blick auf die im Frühjahr anstehende Tarifrunde sagte der Nordmetall-Chef: „Wir hoffen, dass die IG Metall verantwortlich mit der sensiblen Wirtschaftslage umgeht“, so Klischan. Arbeitgeberverband und Gewerkschaft müssten gerade jetzt für Unternehmen und Belegschaften verlässliche Partner sein. Die Tarifparteien der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie beginnen ihre nächsten Verhandlungen im März 2013.