7.3.14: Frauen können in technischen Berufen mehr verdienen

Aus Anlass des Weltfrauentags hat der Arbeitgeberverband Nordmetall junge Frauen aufgerufen, sich stärker für technische Berufe zu interessieren: „In den Berufen unserer Industrie verdienen Frauen mehr – und können viel besser die Einkommenslücke zu den Männern schließen“, so Peter Golinski, Leiter Bildung und Arbeitsmarkt bei Nordmetall. Diese Lücke sei meist durch die jeweilige Branche, geringere Qualifikation und Berufserfahrung begründet. Wenn man diese Faktoren abzöge, schrumpften die behaupteten 23 % Einkommens-unterschied zwischen Männern und Frauen nach einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft auf nur noch 4 %. Zum Abbau der Ungleichheit fehle es vor allem an einer Kinderbetreuung, die sich an den Bedürfnissen der Arbeitswelt orientiert, so Golinski weiter. Hier sei der Staat in der Pflicht.

„Außerdem wählen zu viele Schulabgängerinnen nach wie vor traditionelle Frauenberufe, wie z.B. Friseurin und Verkäuferin“, bedauert Golinski. Der erste Beruf aus dem Bereich Metall und Elektro stehe in der Ausbildungsrangliste der Frauen auf Platz 44.

„Dabei beweisen in den zahlreichen Technikprojekten unseres Verbandes jedes Jahr zahlreiche Mädchen, dass sie den Jungs in nichts nachstehen.“

In den Nordmetall-Unternehmen bekommen Azubis schon im ersten Lehrjahr 906 Euro im Monat und werden nach Ende der Ausbildung zumeist in unbefristete Beschäftigung übernommen. Das Durchschnittseinkommen in der Branche liegt bei 50.000 Euro im Jahr. Der Verband verweist auf sein Internetportal www.wir-bilden-den-norden.de, das über ME-Berufe zu Informationen für Lehrkräfte, Eltern und junge Menschen zu Praktika, Ausbildung und Berufsbildern der Metall- und Elektroindustrie führt.