Digitale Agenda der Bundesregierung

Der Bundeswirtschaftsminister legte auf dem Gipfel am 21. Oktober 2014 in Hamburg konkrete Umsetzungsschritte für das Handlungsfeld "Digitale Wirtschaft und digitales Arbeiten" der Digitalen Agenda vor. An den Start ging unter anderem das neue Technologieprogramm "Smart Service Welt", mit dem die Forschungs- und Entwicklungsförderung um intelligente Dienstleistungen für die "Industrie 4.0" erweitert wird. In der "Hamburger Erklärung" verständigten sich die Gipfelteilnehmer auf die entschlossene und verantwortungsvolle Fortsetzung der Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in den kommenden Jahren. Die Hamburger Erklärung regt folgende Initiativen an:

  • Chancen von Industrie 4.0 ergreifen und intelligente Vernetzung vorantreiben
  • Digitale Infrastrukturen ausbauen, Mobilität unterstützen
  • Digitale Arbeitswelt gestalten
  • Junge digitale Wirtschaft fördern
  • Vertrauen und Sicherheit stärken


Der IT-Gipfel hat Industrie 4.0 zu einem Schwerpunktthema erklärt und die Chancen für die deutsche Volkswirtschaft beleuchtet. Industrie 4.0 kann in erheblichem Maße dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie auch im digitalen Zeitalter dauerhaft zu sichern und auszubauen. Allein für die Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik, Automobilbau, chemische Industrie, Informations- und Kommunikationstechnologien und Landwirtschaft wird bis 2025 ein zusätzliches Wertschöpfungspotenzial von 78 Mrd. Euro durch Industrie 4.0-Technologien und den intelligenten Einsatz von IT-Lösungen erwartet. Gleichzeitig lassen sich mit Industrie 4.0 neue Märkte für die IKT-Branche erschließen.

Durch die Einführung von Industrie 4.0-Technologien werden nicht nur neue Arbeitsplätze für Hochqualifizierte entstehen. Chancen zur Ausführung von formal höher qualifizierten Tätigkeiten entstehen auch durch neue Techniken wie Augmented Reality, d. h. die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung/Überlagerung. Deutschland weist derzeit besondere Stärken bei den nötigen Industrie 4.0- und Big Data-Software-Werkzeugen auf. Allerdings fehlt es im Umgang damit häufig noch an Erfahrungen. Dadurch bleiben in vielen Bereichen Fragen unbeantwortet, die sich durch eine Analyse großer Datenmengen klären ließen und so direkt Produktinnovationen in den Anwenderunternehmen ermöglichten.

Die Hamburger Erklärung ist diesem Schreiben als Anlage beigefügt.