26.4.17: Corporate Social Responsibility hält Einzug ins deutsche Recht

Unternehmen von öffentlichem Interesse über 500 Mitarbeiter müssen künftig eine nichtfinanzielle Erklärung zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen sowie zur Achtung der Menschenrechte und der Bekämpfung von Korruption und Bestechung abgeben. 

Die Regelung betrifft kapitalmarktorientierte Unternehmen, Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen mit jahresdurchschnittlich mehr als 500 Arbeitnehmern sowie einer Bilanzsumme von mehr als 20 Mio. Euro oder Umsatzerlösen von mehr als 40 Mio. Euro. Die nichtfinanzielle Erklärung ist entweder in den Lagebericht aufzunehmen oder in einem gesonderten Bericht auf der Internetseite der Gesellschaft zu veröffentlichen.

Das "Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz)" ist im Bundesgesetzblatt Teil I, Nr. 20, vom 18. April 2017 veröffentlicht worden. Das Gesetz ist damit am 19. April 2017, in Kraft getreten. Durch das Gesetz wird die europäische CSR-Berichterstattungsrichtlinie in das deutsche Recht umgesetzt. 

Die CSR-Berichtspflichten gelten erstmals für die Finanzberichterstattung für nach dem 31. Dezember 2016 beginnende Geschäftsjahre.

Das Gesetz kann unter folgendem hier abgerufen werden. Weitergehende Informationen erhalten Sie hier.