1.5.13: "Arbeit sichern, nicht niederlegen"

Die Nordmetall-Arbeitgeber haben der IG Metall Küste vorgeworfen, die Tarifrunde mit ihren Warnstreiks unnötig zu verschärfen. „Die Aktionen sind angesichts unseres auf dem Tisch liegenden Angebots nicht nachvollziehbar“, sagte Nordmetall-Verhandlungsführer Thomas Lambusch.

Den Vorwurf des IG-Metall-Bezirksleiters Geiken, Nordmetall habe die Gewerkschaft auf den Mai vertröstet, wies Lambusch zurück: „Alle Verhandlungstermine wurden mit der Gewerkschaft einvernehmlich beschlossen. Auch die Warnstreiks plant die IG Metall seit Monaten. Die Verantwortung für Produktionsausfälle und mögliche Lohnkürzungen trägt allein die IG Metall“, so Lambusch. Seinen Mitgliedsunternehmen rate Nordmetall, die durch Streikaktionen ausfallenden Arbeitszeiten nicht zu bezahlen.

Es sei kontraproduktiv, in Zeiten schwächelnder Konjunktur die Arbeit zu verweigern, sagte der Nordmetall-Verhandlungsführer: „Erst vor zwei Tagen hat die Bundesagentur für Arbeit mitgeteilt, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften aufgrund der fortdauernden Konjunkturrisiken weiter sinke. Dies ist ein Alarmzeichen, das die IG Metall mit ihrer immer noch überzogenen Lohnforderung ignoriert“, so Lambusch. Die Tariferhöhung müsse maßvoll sein, um bestehende Jobs zu halten: „Wir müssen Arbeit sichern, nicht niederlegen.“