7.10.15: Werkverträge bieten gute Arbeit

Die Betriebsräteumfrage der IG Metall Küste zu Werkverträgen ist eine Schein-Statistik. „Seit über 100 Jahren ist es eine alltägliche Entscheidung von Unternehmern, was sie selbst machen oder auslagern und dazukaufen. Die neue Aufregung ist künstlich“, so Nordmetall-Hauptgeschäftsführer Nico Fickinger.

Es handle sich um den plumpen Versuch, mittels einer grundlosen Skandalisierung Mitglieder zu werben. Die IG Metall solle endlich aufhören, erfolgreiche Betriebe und rechtschaffene Arbeitgeber pauschal zu verunglimpfen.

Es gebe auch keinerlei glaubhafte Belege, dass der Missbrauch von Werkverträgen zunehme und Stammbeschäftigung verdrängt würde. Diese sei im Gegenteil seit 2010 um bundesweit 360.000 Mitarbeiter gestiegen. Auch der Vorwurf des „Lohndumping“ gehe ins Leere. „Das Monatsgehalt eines norddeutschen Metallbeschäftigten ist seit Mitte 2014 um 3,5 Prozent gestiegen und liegt bei durchschnittlich 4.628 Euro. Diese Berechnung der Statistischen Landesämter bezieht sich auf alle Metaller, egal ob sie bei einem Auftraggeber- oder Zuliefererbetrieb arbeiten“, so Fickinger.

„Werkverträge bedeuten: Jeder macht das, was er am besten kann. Das ist ganz normale Arbeitsteilung, die zu Fortschritt und Wohlstand führt.“ Betriebsräte, die für Entscheidungen des Unternehmens keine Verantwortung übernehmen müssten, könnten auch nicht mitbestimmen.

Die Menschen, die im Rahmen von Werkverträgen zum Einsatz kämen, seien vollwertige Beschäftigte, sozialversichert und mit allen Arbeitnehmerrechten ausgestattet. „Arbeit im Werkvertrag ist gute Arbeit“, so der Nordmetall-Hauptgeschäftsführer. Gegen Missbrauch gebe es längst Gesetze und entsprechende Strafen. Eine weitere Regulierung von Werkverträgen würde tausende Arbeitsplätze in ganz Deutschland gefährden.