6.2.17: 3D-Druck - Potenziale und Herausforderungen

Viele Unternehmen haben zwar das Potenzial der 3D-Druck-Technologie erkannt, nutzen diese aber noch nicht in der Praxis, weil sie selbst keinen 3D-Drucker haben und/oder auch nicht extern drucken lassen.

Nach einem aktuellen Bericht der Handelskammer Hamburg erwartet die Unternehmerschaft einen steigenden Einfluss des 3D-Drucks auf alle Geschäftsbereiche und -prozesse. Dies gilt vor allem für den Transport und Handel, aber auch für die Warenbeschaffung, den Vertrieb und Kundenservice. Der 3D-Druck wird vorwiegend noch für den Prototypenbau und als Ergänzung traditioneller Fertigungsverfahren verwendet. Zunehmend kommt er auch bei der Herstellung von Produktionshilfsmitteln und Kleinserien zum Einsatz. 

Kunststoff ist das mit Abstand am häufigsten verwendete 3D-Druckmaterial in Hamburgs Unternehmen. Besondere wissenschaftliche, institutionelle und technologische Stärken hat Hamburg jedoch beim Metalldruck und in der Luftfahrttechnik. Die technologische Führerschaft im Metalldruck in der Luftfahrt kann Zugpferd für andere Branchen und Anwendungsfelder sein. 

Rund zwei Drittel der Hamburger Unternehmerschaft sieht noch Hemmnisse bei der Nutzung des 3D-Drucks. Die hohen Anschaffungskosten für 3D-Drucker sind über alle Branchen hinweg Hemmnis Nummer eins. Aber auch mangelndes Know-how in Sachen 3D-Druck-Materialien, -Technik, -Konstruktion und -Verfahren sowie die noch geringen erzielbaren Produktquantitäten und die technischen Limitationen hemmen den Einsatz. Vielen Unternehmen fehlt es noch an 3D-Druck-Kenntnissen. Hieraus ergibt sich Anpassungs- und Investitionsbedarf bei der Aus- und Weiterbildung. 

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