5.12.16: TIMSS 2015 - Internationale Vergleichsstudie erschienen

TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study) 2015 ist eine international vergleichende Schulleistungsuntersuchung zu mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der vierten Jahrgangsstufe. Die Ergebnisse sind Besorgnis erregend. 

Die Erhebung fand in Deutschland in allen 16 Bundesländern statt mit einer repräsentativen Stichprobe von ca. 4.000 Kindern in Klasse 4.

Während die Grundschulkinder bei TIMSS 2011 in Mathematik noch im oberen Drittel des internationalen Leistungsspektrums lagen, befinden sie sich 2015 mit 522 Punkten im Mittelfeld der  teilnehmenden Staaten. Deutschland liegt damit unter den Mittelwerten der  EU-Staaten und OECD-Staaten. 23 % der Schülerinnen und Schüler in Deutschland erreichten nicht das zu erwartende Niveau und verfügen allenfalls über elementares mathematisches Wissen. Lediglich 5 % erreichen die höchste Kompetenzstufe. 

In den Naturwissenschaften erreichen die Viertklässler einen Leistungsmittelwert von 528 Punkten und liegen damit in der oberen Hälfte des Rankings auf einem vergleichbaren Niveau wie die teilnehmenden EU-Staaten (525 Punkte). 22 % erreichen in den Naturwissenschaften nicht das erwartbare Kompetenzniveau, nur knapp 8 % das höchste Niveau.

Sozial bedingte Leistungsunterschiede entsprechen in Deutschland einem Schuljahr; dies hat sich seit TIMSS 2011 nicht weiter verbessert. Auch die Leistungsunterschiede durch Migrationshintergrund konnten nicht weiter verringert werden. Die Schulen und Lehrkräfte müssen besser in die Lage versetzt werden, mit den gewachsenen Veränderungen in der Schülerschaft zurecht zu kommen.  

Details zur Studie und der Berichtsband sind hier abrufbar.