4.6.15: Lambusch als Nordmetall-Präsident wiedergewählt

Die Nordmetall-Arbeitgeber haben ihre Führungsspitze weitestgehend bestätigt. Die Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes, die in diesem Jahr beim Mitgliedsunternehmen Getriebebau Nord in Bargteheide tagte, wählte den Rostocker Unternehmer Thomas Lambusch erneut zum Präsidenten.

Der 61-jährige leitet als geschäftsführender Gesellschafter ein Unternehmen im Elektroanlagenbau und beschäftigt 180 Mitarbeiter. Als Vizepräsidenten bestätigt wurden Michael Waskönig (Geschäftsführender Gesellschafter Waskönig + Walter Kabel-Werk, Saterland) und Lutz Oelsner (Vorstandsvorsitzender Gestra, Bremen). Schatzmeister bleibt Oswald Schöffel (Geschäftsführer Caterpillar Motoren, Kiel).

Neu in den Vorstand wählten die Nordmetall-Mitglieder Uwe Mehrtens (Bereichsleiter Finanzen/EDV/Personal August Brötje, Rastede). In ihren Vorstandsämtern bestätigt wurden Thilo Bollenbach (Mitglied der Geschäftsführung Meyer Werft, Papenburg), Dr. Thomas Ehm (Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Airbus Operations, Hamburg), Jutta Humbert (Geschäftsführerin Getriebebau Nord, Bargteheide), Andreas Kellermann (Werkleiter Daimler/Mercedes-Benz Werk, Bremen), Dr. Walter Klausmann (Geschäftsführer ThyssenKrupp Marine Systems, Kiel), Ingo Kramer (Arbeitgeberpräsident und geschäftsführender Gesellschafter Firmengruppe J. Heinr. Kramer, Bremerhaven), Manfred Meise (Geschäftsführer Hella Fahrzeugkomponenten, Bremen), Dr. Thomas Piehler (Arbeitsdirektor Philips Deutschland, Hamburg), Folkmar Ukena (Geschäftsführender Gesellschafter LEDA-Werk, Leer) und Michael Westhagemann (CEO Region Nord, Siemens, Hamburg).

Nordmetall-Präsident Lambusch dankte dem ausgeschiedenen Vorstandskollegen Ulrich Goßlau (Gießerei Schmidt, Cuxhaven) für sein langjähriges Engagement. In seiner Begrüßung zur Mitgliederversammlung hatte Lambusch die Bedeutung der Metall- und Elektroindustrie als "Herz der Wirtschaft" betont: "Wenn wir nicht richtig pumpen, dann ächzt der ganze Organismus. Doch leider denken zu viele in diesem Land: Das Herz der Wirtschaft ist unkaputtbar." Auf diese Kondition würden sich alle verlassen, vor allem Politik und Gewerkschaften: "Das Herz der Wirtschaft ist in deren Augen fit for fun - nur dass wir arbeiten, damit die anderen Spaß haben", so Lambusch. Fakt sei: Das Wachstum der Metall- und Elektroindustrie erfolge fast ausschließlich im Ausland. Die Gewinne entstünden vor allem dort und die Investitionen folgten diesem Trend. "Allerdings vollziehen sich diese Verlagerungen nicht mit einem großen Knall, sondern schleichend. Mein Eindruck ist: Wir bräuchten diesen großen Knall, damit Politik und Gewerkschaften endlich aufwachen", sagte Lambusch.

Neben seinem Amt bei Nordmetall ist Lambusch Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VUMV), Vorsitzender des Arbeitgebernetzwerks "nordwindaktiv", Schatzmeister und Vorstandsmitglied von Gesamtmetall sowie Präsident des "Nordverbunds" aus den drei Arbeitgeberverbänden Nordmetall, Niedersachsenmetall und VME Berlin-Brandenburg.

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