31.8.16: M+E engagiert sich für junge Erwachsene

NORDMETALL sowie die NORDMETALL-Stiftung ermöglichen in ihren Programmen ‚Nordchance‘ und ‚Nordchance Plus‘ 37 Jugendlichen, davon zwölf Geflüchteten, die Vorbereitung auf den Ausbildungsbeginn im Herbst 2017 in namhaften Hamburger Unternehmen der M+E Industrie.

Die Hamburger Wirtschaft stellt jährlich über 13.000 betriebliche Ausbildungsplätze für Jugendliche und junge Erwachsene zur Verfügung. Vielen jungen Menschen gelingt der direkte Zugang sehr schnell und ohne große Mühen. Für alle anderen gibt es zahlreiche Angebote der Berufsorientierung und -vorbereitung. Seit Jahren ist die sogenannte Einstiegsqualifizierung (EQ) ein wunderbares Instrument, um Jugendliche auf den nächsten Starttermin einer betrieblichen Berufsausbildung vorzubereiten. 400 junge Frauen und Männer hat die Agentur für Arbeit im Jahr 2015 unterstützt. Monatlich erhalten die Jugendlichen 231,- Euro und die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber werden erstattet. EQ-Projekte der Bahn, Telekom, NORDMETALL, aber auch von kleineren Betrieben nutzen diesen Ansatz ganz gezielt, um junge Leute für eine Ausbildung zu gewinnen und auf diese vorzubereiten. Etwa 70 Prozent der EQ-Teilnehmer wechseln direkt auf den angestrebten Ausbildungsplatz: Ein sehr guter individueller aber auch betrieblicher Erfolg, der auf der einen Seite dem Fachkräftebedarf begegnet und auf der anderen Seite zukünftigen qualifizierten Fachkräften mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Jobgarantie verspricht“, erklärt Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Hamburg. Fock freut sich gleichzeitig über das zusätzliche Engagement der Metall- und Elektroindustrie für Geflüchtete: „Gerade dieser Personenkreis hat es besonders schwer und benötigt zusätzliche Hilfen.“

Thomas Lambusch, Vorsitzender des Vorstandes der NORDMETALL-Stiftung, realisiert und garantiert diese individuelle Begleitung und Unterstützung: „Mit ‚Nordchance Plus‘ hilft die NORDMETALL-Stiftung, Flüchtlinge in Hamburg auf eine gewerblich-technische Ausbildung vorzubereiten. Wir fördern das Projekt mit rund 100.000 Euro und ermöglichen so zwölf jungen Geflüchteten die Integration in Arbeitswelt und Gesellschaft - zusätzlich zu unserem Projekt ‚Nordchance‘ für benachteiligte deutsche Jugendliche. Im ersten Teil von ‚Nordchance Plus‘ absolvieren die jungen Männer eine fünfmonatige Orientierungsphase, in der fachliche und soziale Kompetenzen trainiert werden, plus - und das ist besonders wichtig – eine intensive Sprachförderung. Im September startet nun als zweiter Teil die bis zu zwölfmonatige Einstiegsqualifizierung in den Unternehmen. Neben SKF Marine bieten beispielsweise Jungheinrich, Philips Medical Systems und WISAG zusätzliche Plätze für Geflüchtete an. Der gemeinsame Weg über ‚Nordchance Plus‘ wird sich lohnen – für Unternehmen und Geflüchtete gleichermaßen!“

Die SKF Marine GmbH beteiligt sich aktiv an der ‚Nordchance Plus‘-Initiative zur Ein-stiegsqualifikation von Geflüchteten. Der Leiter der SKF Business Unit Marine und Geschäftsführer SKF Marine GmbH, Martin Johannsmann, ist sich seiner betrieblichen Verantwortung bewusst und betont: „Wir wollen unseren Beitrag zur Integration von Bürgerkriegs-Geflüchteten leisten. Daher begrüßen wir die Initiative der Agentur für Arbeit Hamburg, der NORDMETALL-Stiftung sowie des steep Aus-und Weiterbildungszentrums in Kooperation mit der Technischen Akademie Nord sehr, weil dadurch verlässliche Rahmenbedingungen für Praktika geschaffen werden. In dieser Phase gelingt es uns, zwei wichtige Aspekte zu verbinden: Wir geben einem jungen Geflüchteten eine konkrete berufliche Perspektive und ermöglichen damit ganz selbstverständlich einen direkten Kontakt zu unseren Mitarbeitern. Dabei hoffen wir auch darauf, dass wir einer Isolation der Geflüchteten entgegenwirken können und glauben, dass durch diesen kollegialen Kontakt eine gegenseitige Bereicherung möglich ist. Insgesamt haben wir als stark international vernetztes Unternehmen ein hohes Interesse daran, dass nicht nur unsere Produkte und Dienstleistungen in Ländern wie Korea, China, aber auch dem Mittleren Osten willkommen sind, sondern auch daran, dass Deutschland als weltoffenes Land wahrgenommen wird und seinen humanitären Verpflichtungen nachkommt. Für uns ist der Einsatz von Ibrahim A. ein Versuchsballon. Wenn das NORDMETALL-Projekt weiterhin so positiv verläuft, können wir uns vorstellen weitere EQ-Plätze bereitzustellen, die in Ausbildung übergehen.“  

Ergänzende Information zur Pressekonferenz und -meldung:

Die SKF Marine GmbH gehört zur schwedischen SKF-Gruppe, einer der weltweit führenden Hersteller von Qualitätslagern, Dichtungen, Mechatronik-Bauteilen, Schmiersystemen und Dienstleistungen. Mit den Produkten und Systemen wie Simplex Wellenleitungskomponenten, Stabilisierungssystemen, Rudermaschinen sowie Turbulo Bilgewasser Entölern zählt SKF Marine zu den führenden Herstellern für Schiffstechnik und sorgt für einen sicheren, sauberen und effizienten Schiffsbetrieb.