3.1.18: Ausbildungsmarkt: Statistik der 2017 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge

Die Zahlen zu den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen 2017 machen deutlich, dass die Situation auf dem Ausbildungsmarkt für junge Menschen gut ist und sich ihre Chancen auf Ausbildung im Vergleich zu 2016 weiter verbessert haben.

Entsprechend ist die Nachfrage nach Ausbildungsstellen (+ 1,1 %) im Vergleich zum Vorjahr nicht so stark angestiegen wie das Angebot (+1,5 %). Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze ist ebenfalls um 12,6 % deutlich gestiegen. Die Zahlen zeigen, dass die Rekrutierungsprobleme der Betriebe weiter zunehmen.

Im Vergleich zu 2016 ist die Zahl der Ausbildungsverträge trotzdem gestiegen (+ 0,6 %). Der Anstieg ist ausschließlich auf die gestiegene Anzahl an betrieblichen Ausbildungsverträgen (+ 0,9 %) zurückzuführen. Die Anzahl der außerbetrieblichen Verträge ist mit – 9,8 % deutlich zurückgegangen. Das  Ausbildungsengagement der Betriebe nimmt auf hohem Niveau weiter zu.
Die Angebots-Nachfrage-Relation ist wie im Vorjahr positiv aus Sicht der Ausbildungsbewerber/innen, und hat sich zu deren Gunsten nochmals verbessert. Entsprechend gibt es im Vergleich zu 2016 auch einen noch deutlicheren Überhang (+25.225) der am 30. September noch unbesetzten Ausbildungsplätze (48.937) gegenüber den zu diesem Zeitpunkt noch unversorgten Ausbildungsbewerberinnen / Ausbildungsbewerbern (23.712).

Ein Vergleich macht die Entwicklung der letzten Jahre und die entsprechende Leistung der Wirtschaft besonders deutlich: Zwar liegt die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2017 um 6,1 % unter dem Niveau von 2003. Dies bedeutet einen absoluten Rückgang von rund 34.000 Ausbildungsverhältnissen. Deutlich stärker ist im gleichen Zeitraum die Zahl der Ausbildungsbewerber/innen zurückgegangen (- 23,8 %). Absolut bedeutet das, dass sich 2017 im Vergleich zu 2003 rund 172.000 weniger junge Menschen für einen Ausbildungsplatz bewerben. Eine endgültige Bilanz des Ausbildungsjahres 2017 wird Ende Januar/Anfang Februar 2018 am Ende der Nachvermittlung gezogen.