29.6.16: Erfolgreiches Schulprojekt geht in die vierte Runde

„lütte Ingenieure“ am Werk!

Bildungsministerium und Wirtschaft engagieren sich gemeinsam für Fachkräfte-Nachwuchs

Wie funktioniert eigentlich ein 3D-Drucker? Was braucht es alles, um einen Motor in einen Oldtimer einzubauen? Und kann man Fußballspieler im Maßstab 1:40 entwerfen, um sie dann fernzusteuern? 

An diesen und fünf weiteren Projekten haben 175 Schüler aus acht Schleswig-Holsteiner Gemeinschaftsschulen und Gymnasien seit August 2015 als „lütte Ingenieure“ gearbeitet. Im Projekt „lüttIng“ wurden sie zu Erfindern, Forschern und Konstrukteuren. Gemeinsam mit ihren Lehrern hatten sie zuvor ihre Ideen einer Jury vorgelegt und wurden ausgewählt. Die Schüler bauten einen Transportroboter, entwickelten Sensoren in der Automobiltechnik oder installierten eine Videokamera an einer ferngesteuerten Drohne. Bis zu 5.000 Euro Förderung gab es für jede Schule, finanziert vom Arbeitgeberverband NORDMETALL, dem Ministerium für Schule und Berufsbildung Schleswig-Holsteins sowie der Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung. Am 29.06.2016 stellten alle Schulen ihre Projekte im Audimax der FH Kiel vor – unter den Gästen war auch die Ministerin für Schule und Berufsbildung, Britta Ernst.

„lüttIng ist eines unserer erfolgreichsten Projekte im MINT-Bereich. Schülerinnen und Schüler kommen ganz selbstverständlich mit Technik und Naturwissenschaften in Kontakt und können sich neue Berufsfelder auf diese Weise sehr gut erschließen. lüttIng leistet somit auch einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Fachkräftenachwuchses“ sagte Britta Ernst.

Peter Golinski, Geschäftsführer Bildung und Arbeitsmarkt von NORDMETALL betonte die Vernetzung von Schulen mit Wirtschaft und Wissenschaft. „Jede Schule muss mit einem Unternehmen oder einer Hochschule zusammenarbeiten. In solchen praxisorientierten Kooperationen sind die Projekte und Probleme viel lebensnaher. Die Jugendlichen können eigene Lösungswege entwickeln und setzen Ideen mit großer Begeisterung um“, so der Bildungsexperte. 

Auch Dr. Afshin Farokhi, Lehrer am Gymnasium Kronshagen, lobte die Unterstützung durch die Wirtschaft: „Zu Beginn von lüttIng haben die Lehrkräfte und auch die Schülerinnen und Schüler professionelle Projektmanagement-Schulungen von erfahrenen Projektleitern aus der Wirtschaft erhalten. Das hat uns bei der Zeitplanung und der Arbeitsaufteilung sehr unterstützt.“

Für den kommenden Projektdurchlauf haben sich bereits wieder über 10 Schulen um eine lüttIng-Förderung beworben. 

lüttIng wird seit 2013 vom Ministerium für Schule und Berufsbildung Schleswig-Holsteins, NORDMETALL und der Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung gefördert. Insgesamt haben bisher 32 Schulen mit über 600 Schülerinnen und Schülern teilgenommen, unterstützt von über 40 Projektpartnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Das Unterstützungsvolumen beläuft sich bisher auf rund 160.000 EUR.