28.9.16: Asyl- und Flüchtlingspolitik: BDA meldet Handlungsbedarfe an Bundeskanzleramt

Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) hat in einem neuen 13-Punkte-Papier zentrale Handlungsbedarfe zum weiteren Abbau von Hürden für den Arbeitsmarktzugang von Flüchtlingen zusammengefasst und dem Bundeskanzleramt übersandt.

Die Bundesregierung hat in der letzten Zeit viele wichtige Weichenstellungen vorgenommen, um die Integration von geflüchteten Menschen in Ausbildung und Beschäftigung zu erleichtern. Die bisherige Erfahrung zeigt aber, dass auch nach dem Anfang August in Kraft getretenen Integrationsgesetz weitere Anstrengungen von allen beteiligten Akteuren erforderlich sind. Sowohl beim Arbeitsmarktzugang als auch im Bildungsbereich müssen weitere Hürden abgebaut werden, um die Rahmenbedingungen für eine Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen zu verbessern.

Basierend auf den bisherigen Stellungnahmen und Forderungspapieren der BDA zur Verbesserung der Integration von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive in das Bildungssystem und den Arbeitsmarkt, wurden die wichtigsten Handlungsansätze nun von der BDA in einem kompakten Katalog zusammengefasst.

Insbesondere eine breiter angelegte und effektivere Sprachförderung, eine flächendeckende Aussetzung der Vorrangprüfung für Flüchtlinge und eine vollständige Abschaffung des Beschäftigungsverbots in der Zeitarbeit sowie ein erleichterter Zugang zu ausbildungsbegleitender Förderung und zu Praktika sind notwendige Maßnahmen, die Flüchtlingen den Sprung in den Arbeitsmarkt ermöglichen können. Da sehr viele Flüchtlinge sehr jung sind, ist zudem das Bildungssystem gefragt, um die Integration dieser jungen Menschen in eine Ausbildung oder ein Studium zu gewährleisten.

Den Forderungskatalog bringt die BDA in die fortlaufenden politischen Diskussionen zur Verbesserung der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ein. Sie finden ihn hier zum Nachlesen