28.5.19: Standpunkte TV zu Schichtarbeit - Fluch oder Segen?

Flexibel organisierte Schichtarbeit hat Zukunft im Norden.

„Wir stehen vor einer riesigen Herausforderung, weil wir weg müssen von starren Schichtarbeitssystemen, hin zu flexibleren Strukturen: Unternehmen brauchen mehr Flexibilität in der Produktion, Beschäftigte stellen ihr Leben heute flexibler auf.“ Das betonte Prof. Dr. Sascha Stowasser, Direktor des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. (ifaa) aus Düsseldorf, in der neuesten Ausgabe von Standpunkte TV, die unter dem Titel „Schichtarbeit – Fluch oder Segen?“ bei Hamburg 1 ausgestrahlt wird.

Thomas Tillmann-Bramkamp, Politischer Sekretär der IG Metall Oldenburg, sagte: „Es geht nicht ohne Schichtarbeit. In vielen Bereichen haben wir Investitionskosten, die sonst nicht wieder herein kommen. Und Schichtarbeit ist auch eine Perspektive für Leute, die sonst in der Industrie nur schwer einzusetzen sind.“

Stephan Kallhoff, Leiter Tarifrecht und Arbeitsorganisation bei NORDMETALL, kritisierte, dass die Gewerkschaft Regelungen zur Schichtarbeit, die sie vor eineinhalb Jahren zum Abschluss der Tarifrunde in Norddeutschland wieder in Kraft gesetzt habe, nun grundsätzlich ändern wolle. Diese „mangelnde Verlässlichkeit steigert nicht gerade die Attraktivität des Flächentarifvertrages“, so der Volljurist.

NORDMETALL lädt durch Standpunkte-Chefredakteur Alexander Luckow jeden letzten Mittwoch im Monat Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zur 45-minütigen Diskussion über Themen ein, die die M+E-Industrie, ihre Mitarbeiter und Kunden betreffen. In der Ausgabe vom 26. Juni 2019 wird voraussichtlich über das Automobil der Zukunft diskutiert. Standpunkte TV kann auch auf www.nordmetall.de oder Youtube abgerufen werden.