28.4.16: Dritte Verhandlung in Lübeck mit alternativem Arbeitgeberangebot

Der Arbeitgeberverband NORDMETALL hat heute in der dritten Tarifverhandlung für die norddeutsche Metall- und Elektroindustrie ein alternatives Angebot mit einem Gesamtvolumen von 2,4% bei 24 Monaten Laufzeit vorgelegt.

Es sieht für die 110.000 Beschäftigten ab dem 1. April 2016 eine tabellenwirksame Entgelterhöhung in zwei Stufen für 24 Monate vor: Die Einkommen sollen um insgesamt 2,1 Prozent sowie zusätzlich eine Einmalzahlung in Höhe von 0,3 Prozent, berechnet auf 12 Monate, steigen. Die Einmalzahlung als Wettbewerbskomponente erhöht die Arbeitskosten der Unternehmen nicht dauerhaft. Das Verhandlungsangebot ist bundesweit abgestimmt und würde das Durchschnittseinkommen der norddeutschen Metaller auf rund 53.000 Euro im Jahr erhöhen.

Thomas Lambusch, Präsident von NORDMETALL: "Die Metallarbeitgeber sind heute auf die IG Metall zugegangen, um die Verhandlungen voranzubringen. Vor dem Hintergrund einer schwächer werdenden Weltkonjunktur braucht unsere Exportbranche weder eine lange Hängepartie noch eine Verhärtung der Fronten. Gerade in schwierigen Zeiten ist Planungssicherheit wichtig, deshalb kann die Tariferhöhung bei längerer Laufzeit auch höher ausfallen."

Der Verhandlungsführer der norddeutschen Metall- und Elektro-Arbeitgeber fordert die IG Metall auf, nun keine weitere Zeit verstreichen zu lassen und eine rasche und friedliche Einigung zu ermöglichen. "Der Standort Norddeutschland braucht kein Abwarten auf große Demonstrationszüge am 1. Mai, er braucht Verhandlungsfortschritte und Verlässlichkeit. Bodenhaftung statt Blockadehaltung muss jetzt das Motto lauten. Wir erwarten, dass die IG Metall mit uns zügig in konstruktive Gespräche über einen situationsgerechten Abschluss eintritt, der die Wettbewerbsfähigkeit der Branche stärkt und die Arbeitsplätze sichert", so Lambusch weiter.