28.2.18: „Fachkräftemangel verschärft sich immer weiter“

„Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen belegen schon vor der Frühjahrsbelebung, dass sich der Fachkräftemangel immer weiter verschärft“, kommentiert Dr. Nico Fickinger, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie in Norddeutschland.

„Bisher ist nicht zu erkennen, dass die Politik im Bund den Ernst der Lage schon erkannt hat, im Gegenteil: Die im Koalitionsvertrag von Union und SPD vorgesehenen Einschränkungen für die Arbeitgeber dürften das Problem weiter verschärfen“, fürchtet Fickinger: „Allein die Beschränkung befristeter Arbeitsverträge gepaart mit den Anforderungen an eine flexible Arbeitszeit stellt die Betriebe vor weitere große Herausforderungen. Diese Maßnahmen können auch die Wiedereingliederung Langzeitarbeitsloser und die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter in Gefahr bringen, in denen Potential steckt, Arbeitsplätze zu besetzen“, so der Arbeitgebervertreter.  

„Erst die nächsten Monate werden zeigen, welche Auswirkungen der Tarifabschluss auf die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie im Norden hat. Die Einigung ermöglicht mehr bedarfsgerechtes Arbeitszeitvolumen, ist in der Entgelthöhe aber eine Hypothek, die für viele Betriebe schwer zu tragen sein wird“, so der Hauptgeschäftsführer weiter. „Eine Folge könnte sein, dass sowohl Produktionsstandorte als auch Investitionen ins Ausland verlagert werden.“