26.4.17: Standpunkte TV vor der Wahl in Schleswig-Holstein

Die neue Ausgabe steht ganz im Zeichen der bevorstehenden Wahlen. Zu Gast bei Standpunkte Chefredakteur Alexander Luckow sind Christian von Boetticher, Vorsitzender des CDU-Wirtschaftsrats in Schleswig-Holstein, Walter Klausmann, NORDMETALL-Vorstand und Matthias Popien, Kieler Korrespondent des Hamburger Abendblatts.

Christian von Boetticher, Vorsitzender des CDU-Wirtschaftsrats in Schleswig-Holstein, glaubt, dass es bei der Landtagswahl am 7. Mai zwischen CDU und SPD knapp wird. "Das war immer so in Kiel, und diesmal deutet alles auf eine Aufholjagd der Union unter Daniel Günther hin", sagte der früher in der Landespolitik aktive Rechtsanwalt in Standpunkte TV, dem Fernseh-Talkformat von NORDMETALL bei Hamburg1. Heute Abend um 20:15 Uhr wird dort das Thema „Vor der Wahl in Schleswig-Holstein“ diskutiert. Sorgen macht von Boetticher vor allem die Verkehrspolitik in Schleswig-Holstein: Der A20-Ausbau sei in den letzten Jahren unter Ministerpräsident Albig praktisch nicht vorangekommen. "Das Nadelöhr Hamburg ist für die Wirtschaft im Norden ein echtes Hemmnis, und ich kann nicht erkennen, dass die Dänenampel hier etwas bewegt", so von Boetticher.

Walter Klausmann, NORDMETALL-Vorstand teilte diese Sorge. "Wir brauchen außerdem in der Schulpolitik mehr Engagement für die MINT-Bildung, mit mehr und besser ausgebildeten Lehrern und mehr Unterricht", forderte der frühere langjährige Personal-Geschäftsführer bei TKMS in Kiel mit Blick auf die kommende Wahlperiode. Auch Klausmann erwartet in Kiel in anderthalb Wochen ein enges Rennen zwischen den großen Parteien.

Matthias Popien, Kieler Korrespondent des Hamburger Abendblatts, bescheinigte der amtierenden Regierungskoalition, im Grundsatz einen "guten Job" gemacht zu haben. Das werde aber in der kommenden Wahlperiode schwieriger, weil nicht damit zu rechnen sei, dass weiterhin mehr Geld für mehr Lehrer oder mehr Polizisten zur Verfügung stehe: "Zu den 27 Milliarden Schulden des Landes könnten noch acht Milliarden durch die HSH Nordbank kommen." Möglicherweise müsse dann der Bund einspringen, um Schleswig-Holstein vor der Überschuldung zu retten, so der Journalist.  

Auch nach einer Umfrage von NORDMETALL und dem tariflosen Schwesterverband AGV NORD, der heute in der Hamburger Kunsthalle sein 20jähriges Jubiläum feiert, bewertet eine knappe Mehrheit der rund 160 befragten Unternehmen die Politik ihrer jeweiligen Landesregierungen als gut. Defizite werden vor allem in der Verkehrs- und der Bildungspolitik ausgemacht. Mehr zur Umfrage finden Sie hier.

Seit Ende November 2016 lädt NORDMETALL durch Standpunkte-Chefredakteur Alexander Luckow jeden letzten Mittwoch im Monat kompetente Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zur 45-minütigen Diskussion über Themen ein, die die M+E-Industrie, ihre Mitarbeiter und alle Menschen im Norden betreffen. Am 31. Mai wird die nächste Sendung ausgestrahlt. Standpunkte TV ist nicht nur auf Hamburg1 im Großraum der Elbmetropole zu sehen, sondern kann auch auf www.nordmetall.de oder youtube abgerufen werden.