19.8.16: Zuwanderungzahlen für Deutschland

Im Jahr 2015 sind insgesamt 2.137.000 Personen nach Deutschland zugezogen. Das waren 672.000 Zuzüge mehr als im Jahr 2014 (+46%). Insgesamt 998.000 Personen zogen im Jahr 2015 aus Deutschland fort, 83 000 mehr als im Vorjahr (+9%).

Damit ergibt sich mit einem Wanderungsüberschuss von 1.139.000 Personen aus der Bilanzierung der Zu- und Fortzüge ein neuer Höchststand seit Bestehen der Bundesrepublik.

Nach vorläufigen Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hatten Bürgerinnen und Bürger asiatischer Staaten mit 47% den größten Anteil am Wanderungsüberschuss. Für EU-Bürgerinnen und Bürger ergab sich ein Anteil von 27%, für Bürgerinnen und Bürger aus anderen europäischen Ländern ein Anteil von 11% sowie für Personen eines afrikanischen Staates ein Anteil von 7%. Der Wanderungsüberschuss Asiens stieg vor allem für Personen mit Staatsangehörigkeit aus Syrien (von 66.000 auf 298.000), Afghanistan (von 11.000 auf 80.000), Irak (von 4.000 auf 60.000) und Pakistan (von 7.000 auf 20.000). Aus Europa gab es eine Zunahme vor allem für Personen mit Staatsangehörigkeit aus Albanien (von 12.000 auf 47.000) sowie in der EU aus Rumänien (von 80.000 auf 92.000), Kroatien (von 25.000 auf 40.000) und Bulgarien (von 35.000 auf 40.000).  

Nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge gab es von Januar bis Juli 2016 insgesamt 468.762 Erstanträge für Asyl. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 195.723 Erstanträge gestellt; dies bedeutet einen Anstieg der Antragszahlen um 139,5% im Vergleich zum Vorjahr.  

Nähere Informationen zur Zuwanderung finden Sie in der beigefügten Pressemeldung von DESTATIS.