19.1.17: Deutschlands Innovationskraft wächst

Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2015 kräftig in neue Produkte und verbesserte Abläufe investiert. Nach aktuellen Berichten der OECD und des ZEW belegt Deutschland im internationalen Vergleich mit Blick auf die Innovationskraft einen Spitzenplatz.

Die wichtigsten Ergebnisse der OECD-Studie: Deutschland liegt im OECD-Vergleich besonders bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) vorne. 2015 lagen die FuE-Ausgaben erstmals bei drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit gehört Deutschland zu den fünf Ländern, die weltweit am meisten in FuE investieren - in wichtigen Zukunftsfeldern wie Energie und Umwelt sogar neben Japan und den USA zu den führenden drei. Die OECD identifiziert sechs Bereiche als "globale Megatrends", die großes Potenzial für Forschung und Entwicklung bieten: Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Nachhaltiges Wirtschaften und Energie, Innovative Arbeitswelt, Gesundes Leben, Intelligente Mobilität und Zivile Sicherheit. Deutschland bildet diese Themen bereits mit der neuen Hightech-Strategie als Schwerpunkte der Forschungsförderung ab.

Die wichtigsten Ergebnisse der ZEW-Innovationserhebung: Die Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft sind im Jahr 2015 um 8,8 Prozent auf rund 157 Milliarden Euro gewachsen. Der Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz, auch Innovationsintensität genannt, ist dadurch im Jahr 2015 mit drei Prozent auf den höchsten bisher erreichten Wert angestiegen. Die Innovationsanstrengungen zahlen sich für Unternehmen aus: Der mit neuen Produkten erzielte Umsatz stieg 2015 um acht Prozent auf 710 Milliarden Euro an. Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit weniger als 500 Beschäftigten gaben 2015 deutlich mehr für Innovationsaktivitäten aus und steigerten ihre Innovationsausgaben um 9,8 Prozent auf rund 36 Milliarden Euro. Allerdings ist der Anteil der KMU an den gesamten Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft rückläufig.

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