11.5.15 Höhere Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen ab 01.07.2015

Der Pfändungsschutz stellt sicher, dass Schuldner auch bei einer Pfändung ihres Arbeitseinkommens ihr Existenzminimum sichern und die gesetzlichen Unterhaltspflichten erfüllen können.

Die Höhe der Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen wird jeweils zum 01.07. eines jeden zweiten Jahres an die Entwicklung des steuerlichen Grundfreibetrages für das sächliche Existenzminimum angepasst.

Ab dem 01.07.2015 beträgt der monatlich unpfändbare Grundbetrag € 1.073,88 (bisher: € 1.045,04). Dieser Betrag erhöht sich, wenn gesetzliche Unterhaltspflichten zu erfüllen sind, um monatlich € 404,16 (bisher: € 393,30) für die erste und um monatlich jeweils weitere € 225,17 (bisher: € 219,12) für die zweite bis fünfte Person. Je höher das Einkommen des Arbeitnehmers ist, desto höher ist die Obergrenze für den unpfändbaren Grundbetrag. Die genauen Beträge – auch für wöchentliche und tägliche Zahlweise von Arbeitseinkommen – ergeben sich aus der Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2015 (Anlage).