Chronik Metall Unterweser

Durch die Verbändefusion 2007 endete für METALL UNTERWESER eine 57-jährige Tradition als unabhängiger Tarifträgerverband für die Metall- und Elektro-Industrie im Wirtschaftsraum Bremen-Bremerhaven. Schwerpunkt war der Abschluss von Tarifverträgen sowie die Beratung und Vertretung der Mitgliedsfirmen in tarifrechtlichen und arbeitsrechtlichen Fragestellungen.


Die gesamte Historie für Sie auf einen Blick:

Am 12. April 1950 

Gründungsversammlung des Arbeitgeber- verbandes der Metallindustrie im Unterwesergebiet e.V.

 1951

Urlaub je nach Betriebszugehörigkeit bis höchstens 18 Werktage; Kündigungsschutzgesetz

 1952

Betriebsverfassungsgesetz 1952

 1953

Streik auf den bremischen Werften vom 25. April bis 9. Juni 1953. Mit fast 6 ½ Wochen Dauer der bis dahin längste Streik in der Geschichte der Bundesrepublik. Ergebnis: 3,4 % Lohnerhöhung.

 1956

Bremer Abkommen vom 25. Juli 1956 zwischen Gesamtmetall und IG Metall: Arbeitszeit wird auf 45 Wochenstunden verkürzt

 1957

Arbeiterkrankheitsgesetz: Zuschuss zum Krankengeld bis zu 90 % des Nettoverdienstes

 1964

Neue Schlichtungs- und Schiedsvereinbarung für die Metallindustrie sieht Schlichtung ohne Anrufung und mit absoluter Friedenspflicht vor

 1965

Für die Gruppen Werften und Landbetriebe Bremens und Bremerhavens erster gemeinsamer Manteltarifvertrag für gewerbliche Arbeitnehmer

 1966

Für die Gruppen Werften und Landbetriebe Bremens und Bremerhavens erster gemeinsamer Lohnrahmentarifvertrag;erstmals zusätzliches Urlaubsgeld von 30 %

 1967

Arbeitszeitverkürzung auf 40 Wochenstunden; Ausdehnung der Urlaubsdauer um 3 Tage auf 24 Werktage

 1970

Erstmals Vermögenswirksame Leistungen tarifiert (26,- DM monatlich); Lohnfortzahlungsgesetz

 1972

Erster Tarifvertrag über betriebliche Sonderzahlungen; Höchsturlaub 24 Arbeitstage

Schlichtung zum Lohnrahmentarifvertrag: Anhebung der Leistungszulage auf 14 % ab 1972 und 60 % ab 1973

 1974

IG Metall fordert u. a. 18 % mehr Lohn und Gehalt, 6 Wochen Urlaub, Anhebung der zusätzlichen Urlaubs­vergütung von 30 % auf 50 %, Kündigungsschutz und Ver­dienstsicherung für ältere Arbeitnehmer, Kontoführungs­gebühren, Erhöhung der Gießerei-Zulage.


Nachdem in allen anderen Tarifgebieten Tarifvereinbarungen vorliegen: dreiwöchiger Flächenstreik der IG Metall im Unterwesergebiet vom 6. bis 27. März 1974. Schwere Streikausschreitungen.


Ergebnis schließlich: u. a. im Durchschnitt 12,5 % mehr Lohn und Gehalt, Erhöhung des Urlaubs um 2 Tage, Erhöhung der zusätzlichen Urlaubsvergütung auf 50 %, Kontoführungsgebühren, sowie Verdienstsicherung und Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer.

 1976

Mitbestimmungsgesetz; Arbeitgeber legen Verfassungs­beschwerde ein

 1983

Urlaub für alle unabhängig vom Lebensalter: 30 Arbeitstage

Erstmals Diskussion um 35-Stunden-Woche

 1984

Auseinandersetzung um Einstieg in die 35-Stunden-Woche. Sieben Wochen Arbeitskampf in
Nordwürttemberg/Nordbaden, mittelbare Auswirkungen auf Betriebe in Bremen

 1985

Arbeitszeitverkürzung auf 38,5 Wochenstunden; Einstieg in Flexibilisierung der Arbeitszeit

 1988

Arbeitszeitverkürzung auf 37,5 Wochenstunden

 1989

Arbeitszeitverkürzung auf 37 Wochenstunden

 1990

Streichung der Kontoführungsgebühr Gehaltsrahmentarifvertrag im Tarifgebiet Unterweser

 1993

Arbeitszeitverkürzung auf 36 Wochenstunden; Einführung des Monatslohn für gewerbliche Arbeitnehmer

Verband beteiligt sich erstmals am Musikfest Bremen

 1995

Arbeitszeitverkürzung auf 35 Wochenstunden; Neuregelung der flexiblen Arbeitzeit (18 %-Klausel)

 1998

Tarifvertrag über Altersteilzeit

Nordverbund: Kooperation mit NORDMETALL und NORD -WEST - METALL in Fragen der Tarifpolitik

 2000

Lehrstelleninitiative des Verbandes (40 zusätzliche Aus­bildungsplätze). 50jähriges Jubiläum auf dem Campus der IUB in Bremen-Grohn. Stiftung zugunsten der International University Bremen (IUB).

 2001

Gründung des eingetragenen Vereins Nordverbund e.V

 2004

Tarifvereinbarung 2004 von Pforzheim

 2007

Fusion mit NORDMETALL und NORD-WEST-METALL zum neuen Verband NORDMETALL


Zum Zeitpunkt der Fusion im Jahr 2007 waren im Verband METALL UNTERWESER 45 Betriebe Mitglied mit rund 26.500 Arbeitnehmern.


Zu den Industriezweigen der bremischen Metall- und Elektro-Industrie zählen u. a. der Maschinenbau, der Fahrzeugbau, die Elektrotechnische Industrie, der Stahl- und Leichtmetallbau, die feinmechanische und optische Industrie, die Stahlverformung, der Schiffbau, die Eisen-, Blech- und Metallwarenindustrie, der Luft- und Raumfahr­zeugbau und die Datenverarbeitungsindustrie.