Historie

Der heutige Verband NORDMETALL ist 2007 durch die Vereinigung von drei Arbeitgeberverbänden entstanden: Metall Unterweser, Nord-West-Metall und das frühere Nordmetall.

Dieser gleichnamige Vorgänger ist im Laufe der Jahrzehnte durch die Zusammenschlüsse der jeweiligen Landesverbände für Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern entstanden.

Am 17. August 1945 wird der „Verband der Eisen-, Metall- und Elektro-Industrie der Hansestadt Hamburg“ mit 254 Firmen gegründet. Vier Jahre später beschließt die Hamburger Mitgliederversammlung den neuen Verbandsnamen „Verband der Metallindustriellen Hamburgs und Umgebung e.V.“ 1953 kommt es zur Gründung des „Arbeitgeberverbandes der Metallindustrie in den Kammerbezirken Kiel und Flensburg“. 1957 fusioniert dieser mit dem Metallverband Lübeck zum „Arbeitgeberverband der Metallindustrie in Schleswig-Holstein e.V.“ mit Sitz in Kiel. 1977 beschließen die Mitglieder den Zusammenschluss des Hamburger Verbandes mit dem Verband der Arbeitgeber der Metallindustrie in Schleswig-Holstein e.V. Sitz ist seitdem Hamburg. Im April 1990 wird der Verband der „Metall- und Elektroindustrie Nord Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ mit Unterstützung von Nordmetall gegründet. Gleich im November 1990 folgt die Vereinigung mit Nordmetall.

Im Jahr 1954 beschlossen die Metall- und Elektro-Unternehmen im Raum Wilhelmshaven-Friesland, aus dem Metall-Arbeitgeberverband für ganz Niedersachsen mit Sitz in Hannover (heute NiedersachsenMetall) auszutreten und in Wilhelmshaven ihren eigenen Verband zu gründen. Wesentlicher Grund war die Aufteilung der Bezirke der IG Metall. Das nordwestliche Niedersachsen gehörte zum IG-Metall-Bezirk Hamburg (heute "Küste"), sodass die nordwestlichen M+E-Betriebe stets andere Tarife (und andere Verhandlungen) als im übrigen Niedersachsen hatten. Da die Arbeitgeberverbände in Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg derselben IG Metall gegenüberstanden, entwickelten sich über die Jahre vielfältige Verbandskooperationen, die 2001 zum „Nordverbund“ und 2007 zum neuen einheitlichen Verband NORDMETALL führten.

Mit dieser Verbändefusion 2007 endete auch im Wirtschaftsraum Bremen-Bremerhaven eine 57-jährige Tradition als unabhängiger Tarifträgerverband für die Metall- und Elektro-Industrie.
1950 war der Arbeitgeberverband der Metallindustrie im Unterwesergebiet e.V. gegründet worden. In Erinnerung ist der Streik auf den bremischen Werften vom 25. April bis 9. Juni 1953 – mit fast 6½ Wochen Dauer der bis dahin längste Streik in der Geschichte der Bundesrepublik. Ergebnis: 3,4 % Lohnerhöhung. Auch die Auseinandersetzung um den Einstieg in die 35-Stunden-Woche 1984 sticht heraus: Sieben Wochen Arbeitskampf in Nordwürttemberg/Nordbaden mit mittelbaren Auswirkungen auf Betriebe in Bremen. Ab Ende der 1990er Jahre kommt es zur Kooperation mit Nordmetall und Nord-West-Metall im „Nordverbund“.

Vorsitzende und Hauptgeschäftsführer von NORDMETALL von 2007 bis heute:


Präsidenten:

  • Ingo Kramer, 2007-2013, Firmengruppe J. Heinr. Kramer, Bremerhaven
  • Thomas Lambusch, seit 2013, SEAR GmbH, Rostock

Hauptgeschäftsführer:

  • Dr. Thomas Klischan, 2007-2013
  • Lutz Bauermeister, 2007-2009
  • Ortwin Baum, 2007-2008
  • Dr. Nico Fickinger, seit 2014

METALL UNTERWESER

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Metall Unterweser - Vorsitzende und Hauptgeschäftsführer von 1945 bis 2007:

NORDMETALL

Nordmetall (ehemals) - Vorsitzende und Hauptgeschäftsführer von 1945 bis 2007:

NORD-WEST-METALL

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Nord-West-Metall - Vorsitzende und Hauptgeschäftsführer von 1945 bis 2007: